SEGNUNG VOM 7. MAI 2005, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,
IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL (MADRID)

Übersetzung aus dem Spanischen

LUZ AMPARO:

Oh . . . ! Was für eine Schönheit!

MUTTER GOTTES:

Heute komme Ich mit dem Mantel aus Gold um alle vom Prado zu segnen.

Hebt alle Gegenstände hoch; alle werden gesegnet für alle die Seelen, die zu diesem Ort kommen.

Ich segne euch, meine Kinder, wie der Vater euch segnet durch den Sohn und mit dem Heiligen Geist.

Kommentar zu den Botschaften

2. April 1982.

Am Anfang wendet sich der Herr an Luz Amparo und teilt ihr seine Betrübnis mit wegen der Situation der Unmoral unter den Menschen. „Ja, meine Tochter, sage der ganzen Menschheit (. . . ) daß sie ihr Leben korregieren; daß sie mit Scham ihre Körper bekleiden; daß sie nicht so viele Sünden der Unreinheit begehen; daß sie es unterlassen Gott zu beleidigen".

Wie sehr beleidigt den Herrn die Sünde der Unreinheit, die sich dem sechsten und neunten Gebot widersetzt! Es ist ein allgemeiner Spruch in dem asketischen Leben, daß „Gott den Hochmütigen straft mit der Erniedrigung der Unreinheit". Die Unreinheit an sich ist nicht die größte Sünde, sondern Wurzel und Quelle von vielen Sünden. Deshalb kann man im Gegensatz behaupten, was die Jungfrau in der Botschaft vom 8. Dezember 1982 sagt: „Meine Kinder, seid Nachahmer meiner Reinheit . . . . . Die wichtigste Tugend ist dieReinheit". Sie sagt nicht, daß es die größte und vortrefflichste sei, sondern die „wichtigste"; das heißt, ihre Wichtigkeit hervorhebend, wenn wir sie als Wurzel betrachten von vielen anderen Tugenden. Obwohl man in der Botschaft von der Scham oder sexuellen Sittsamkeit spricht, erscheint es uns interessant, von diesem Wort in seinen verschiedenen Bedeutungen zu sprechen (1). Die Scham von der hier gesprochen wird, hat eine Beziehung zu der Ehrbarkeit, der Sittsamkeit und der Zurückhaltung, nach den Bedeutungen, die das Wörterbuch der spanischen Sprache einschließt. Es ist eine natürliche Eigenschaft, die Gott in jedes menschliche Wesen beim Erschaffen legt, und die Aufgabe hat, seine körperliche Intimität zu bewahren, ihn dazu bewegt die Teile des Körpers zu bedecken, die man als intim betrachtet. Man könnte es physische oder körperliche Scham nennen, die einen unüberwindlichen Widerwillen mit sich bringt, unseren Körper total nackt zu lassen. Wenn wir es betrachten in Verbindung mit den Tugenden, können wir hinzufügen, daß die Scham eine besondere Eigenschaft ist, die zur Verteidigung gegen die Versuchungen dient, und von der wir vor Gott Rechenschaft ablegen müssen; unter diesem Aspekt kann man sie als Kind der Tugend von der Reinheit betrachten. Immer wurden die Angriffe auf die Scham durch die Gesetze bestraft; unglücklicherweise gibt es in diesem Bereich immer mehr Permissivität in der Gesetzgebung.

Genauso könnnen wir von einer übernatürlichen Scham sprechen, oder wir könnten es heilige Scham nennen, welche zur gleichen Zeit in der Seele Sittsamkeit und Demut hervorruft; diese Tugend ist den Herzen von Jesus und Maria über alle Maßen angenehm; und jene Seelen haben sie, die obwohl mit Tugenden überhäuft, suchen überhaupt keinerlei Anerkennung, sie besitzen die göttlichen Reichtümer und benehmen sich so als würden sie sie nicht besitzen, sie fühlen eine Art von Schamröte, wenn sie bemerken, daß sie auf persönliche Weise durch den Heiligen Geist berührt werden, der sie heiligt. War es nicht diese heilige und geistige Scham die die Allerheiligste Maria erröten ließ und angesichts derer Gott sich „ ergab"? Je mehr Sie sich in ihrer tiefsten Demut versenkte, umso mehr wurde Sie von Gott erhöht in sublime Tugenden. Die voll der Gnade, als Sie sich in ihrer arglosen Reinheit vor den Augen des Allerhöchsten in der Verkündigung entdeckt sah, erschrak Sie bei den Worten des heiligen Erzengel Gabriel, und der Allerhöchste, seinerseits, fand Trost in der Demut seiner Dienerin und fand in Ihr seine Ruhe (2).

Man kann genauso von einer intellektuellen Scham sprechen, die uns einschüchtert, unsere Gedanken preiszugeben, sei es aus Demut, andere Male aus Stolz, oder aus Furcht, daß andere unsere Kenntnisse ausnützen.

Es existiert auch eine Scham der Gefühle, die uns dazubringt unsere intimsten Emotionen und seine Manifestationen zurückzuhalten: Schmerz, Leid, Tränen, intensive Freude etc., die wir im allgemeinen vorziehen in Einsamkeit zu leben.

Die Gefühle die sich auf die Liebe beziehen, sind die uns am meisten erröten lassen, wenn sie offenbar bleiben, oder wir uns einbilden, daß sie entdeckt werden könnten.

Zuletzt können wir von einer Handlungweise der Scham sprechen, was die Handlungen betrifft, vor allem der Liebesakte; es verursacht uns Scham, wenn wir gesehen werden bei der Ausführung dieser oder jener Handlung, sogar ohne schlecht zu sein, provozieren sie dieses Gefühl der Zurückhaltung.

„Es würde Mir gefallen, wenn sie Mich kniend und mit Liebe empfangen würden; und wenn möglich, meinen Leib keine Hände berühren, die nicht geweiht sind".

Der Herr stellt zwei Wünsche vor, hinsichtlich der Eucharistie; daß man seinen Leib kniend empfängt und wenn möglich, direkt in den Mund. Er schlägt es vor, als Etwas das Ihm sehr gefallen würde, denn Er weiß, wie in der Kirche die Handkommunion im Stehen allgemein verbreitet wurde. Die Jungfrau spricht über das Gleiche in einer anderen folgenden Botschaft: „Wie wenig Respekt gibt es gegenüber der Eucharistie, meine Kinder! Wie viele Male habe Ich gesagt: Es gefällt weder Mir noch meinem Sohn, daß Hände, die nicht geweiht sind, seinen Leib berühren, meine Kinder!" (5. Juli 1986).

Der Verlauf, der zu der so verbreiteten aktuellen Praxis der Handkommunion geführt hat, verursacht nicht wenige Fragen, die man klären sollte; wir werden nicht weiter darauf eingehen durch den Umfang den sie benötigen würden. Es genügt daran zu erinnern, daß eines der fundamentalen Dokumente über dieses so heikle Thema die Instruktion Memoriale Domini (De modo Sanctam Communionem ministrandi) ist, verfaßt von der Heiligen Kongregation für den Göttlichen Kult (28.5.1969), und durch das besondere Mandat von Paulus VI. In gesagter Instruktion vorbereitet um die Art zu definieren die Kommunion zu spenden, bezieht sich auf (n. 15) die definitive Entscheidung des Papstes, über eine so delikate Angelegenheit mit diesen Worten: „Hinsichtlich der Warnungen und der Ratschläge von jenen, die „der Heilige Geist als Bischöfe in die Kirchen einberufen hat, um sie zu regieren", aufgrund der Schwere der Sache und die Kraft der angeführten Argumente. Dem Papst erschien es nicht angebracht, die vor langer Zeit erhaltene Art das Spenden der heiligen Kommunion an die Gläubigen zu ändern, (das heißt: In den Mund, bis zu diesem Moment). Deshalb schließt man in dem gleichen Text, das Privileg ein, die Kommunion in die Hand zu geben, als eine Art von Indult. (Nr. 17-18). Wir befinden uns vor einem Privileg, das dem Gesetz entgegengesetzt ist, durch das man die Nutznießer von dem Gesetz der Mundkommunion dispensiert und sie können die Kommunion in die Hand empfangen (3).

Über die Kommunion auf Knien können wir sagen, daß nach der aktuellen Regel der Kirche, die Eucharistie perfekt in dieser Haltung empfangen werden kann. „Die Kirche – bestätigte der Papst Johannes Paul II. – hat immer von den Gläubigen Respekt und Referenz vor der Eucharistie gefordert, in dem Moment beim Empfang. Was sich auf die Art bezieht, der Kommunion zu nähern, kann diese von den Gläubigen empfangen werden, sei es auf Knien, sei es im Stehen" (Inestimabile donum). Der heilige Paulus, genau wissend, was er sagte, inspiriert durch den Heiligen Geist, schreibt im imperativen Ton: „ . . . damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde / ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: / „Jesus Christus ist der Herr" – / zur Ehre Gottes, des Vaters" ( Phil 2, 10-11). Übereinstimmend mit diesen Worten, jeder Christ wird sich bewegt und legitimiert fühlen um auf die Knie zu fallen, mit voller Andacht vor dem gegenwärtigen Jesus im Sakrament. Nach den Daten die wir soeben angeführt haben, sind danach am „falschen Wege" die Wünsche des Herrn und der Jungfrau im Prado Nuevo über die zwei aufgestellten Fragen?

Wir wollen weder Polemiken noch Streitigkeiten hervorrufen um unseren Standpunkt zu verteidigen, wenn wir uns der heiligen Kommunion nähern; aber es ist wahr, daß uns das Recht beisteht, die Kommunion im Mund zu empfangen, und wenn die Bedingungen es erlauben, kniend. Während dessen richten wir nicht über diejenigen, die es auf eine andere Art tun, wenn es in ihrer Diözese erlaubt ist auf diese Weise die Kommunion zu empfangen.

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  1. Vgl. Voz pudor (Enc. Universal I., Espasa Calpe, S. A.).
  2. Vgl. C. Cabrera de A., De las virtudes y de los vicios (México, 1976) Seite 54-56.
  3. Vgl. Mons. Juan Rodolfo Laise, ob. de San Luis, Argentina, Comunión en la mano. Documentos e historia, San Luis, 1997.

Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,
verbreitet die Botschaften, meine Kinder.
Wie viele lachen über meine Botschaften!
Bringt sie in alle Winkel der Erde.
(Mutter Gottes, 1.10.1983)

Kostenloses Exemplar

 

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