SEGNUNG VOM 6. NOVEMBER 2004, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,

IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL (MADRID)


Übersetzung aus dem Spanischen

 

 

MUTTER GOTTES:

 

Hebt alle Gegenstände hoch; alle werden gesegnet um die Seelen im Glauben zu stärken.

Ich segne euch, wie der Vater euch segnet, durch den Sohn und mit dem Heiligen Geist.

 

 

Kommentar zu den Botschaften

26. Februar 1982

 

Am Anfang der Botschaft sagt der Herr zu Luz Amparo: „Ich weiß, daß du leidest, meine Tochter, aber durch deine Schmerzen und die Schmerzen von anderen Seelen, kehren viele verlorene Schafe zu meiner Herde zurück. Die Liebe ist so groß, die Ich fühle für alle die Seelen, die in der Sünde sind, sie tun Mir so leid, Ich suche sie und laufe hinter ihnen her, damit sie Mich finden und um ihnen zu verzeihen; aber sie wollen nicht sehen, sie wollen sich von der Sünde nicht trennen, sie suchen die Vergnügen des Lebens. Arme Seelen, wie leid tun sie Mir!“. Wie ist es möglich, daß man in diesen Worten die unendliche Liebe des Herzen Jesus nicht schätzen kann, der den Seelen nachgeht wie der Hirte hinter dem verlorenen Schaf? Können wir vergeßen, daß wir alle einmal dieses verlorene Schaf waren, das sich von der Herde entfernte und sich in Gefahr begab? „Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf. Suche deinen Knecht!“, singt auf seine Weise der Psalmist (Ps 119,  (118),  176). Wie wunderschön und bewegend die tiefe, wenn auch kurze Parabel die uns dies erzählt!:

 

„Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, läßt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das Verirrte? Und wenn er es findet – amen, ich sage euch; er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So will auch euer himmlischer Vater nicht, daß einer von diesen Kleinen verlorengeht“ (Mt 18,  12- 14). Gott sucht jede einzelne Seele, und – an das Bild des “Guten Hirten” erinnernd -,  würde Er die Grenzen der Erde und die gefährlichsten Zonen durchlaufen um das verirrte Schaf wieder für den Pferch zurück zu bekommen, welches den Sünder symbolisiert, der sich vom Herrn abgewendet hat mit seinen Beleidigungen. Wie sehr schmerzen Ihm die Seelen, die die vergänglichen Vergnügen den transzendenten Werten vorziehen, die nichts tun, um sich mit ihren Hirten wieder zu begegnen und es vorziehen, in den Lastern verwickelt zu verbleiben!

 

Eine andere Art von Seelen sind jene, die die Botschaft nachstehend spezifiziert, welche sich zuerst der Nachfolge des Meisters verpflichten, gemäß seiner Einladung: „Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein“ (Lk 14,  27) (1);  aber dann später, wenn das Kreuz schwer wird – im Ausdruck der Botschaft – „sie werfen es weg, treten darauf und schreien: „Ich will frei sein, weg mit dem Kreuz, ich will genießen!“Diese Seelen sind meine geweihten Seelen; um eine Sekunde zu genießen, verdammen sie sich für eine Ewigkeit“. Worte die ohne Zweifel beeindrucken, aber so wahr wie die Schriften der heiligen Therese von Jesus, als sie erzählt, was sie einmal verstehen konnte, als sie sich im Gebet befand: „Ich sah wie sehr man sich die Hölle verdient hat, aufgrund einer einzigen Todsünde; weil man es nicht verstehen kann, welche schwerwiegende Sache es ist, es vor seiner Göttlichen Majestät zu begehen, -  und wie weit entfernt  -, solche Dinge von Ihm sind“ (2). 

 

Der Herr teilt Luz Amparo weiter mit: „Du, meine Tochter, vernachläßige dich nicht in deinen Gebeten; verlaße dich auf unsere Herzen, in das meiner allerreinsten Mutter und in das Meine“. Sich auf die Herzen Jesus und Maria zu verlassen, bedeutet voll auf sie zu vertrauen und zu versuchen ihren Willen zu tun. Diese Sicherheit in die Macht Gottes und in den Beistand seiner Gnade läßt den heiligen Paulus ausrufen: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt“ (Phil  4, 13). So wichtig ist es, mit dem göttlichen Willen konform zu sein, „weil dies der Gipfel der Perfektion ist – versichert der heilige Alfonso Maria de Ligorio -,  und zu ihm ( . . . ) sollen alle unsere Aktionen streben, alle unsere Wünsche, alle unsere Gebete“ (3). Die heilige Therese erklärt im gleichen Sinn:  „Worin die höchste Perfektion besteht, das ist klar, sie besteht nicht in inneren Geschenken, nicht in großen Verzückungen (. . . ), sondern daß unser Wille konform ist mit dem Willen Gottes, daß keine Sache, die wir verstehen, die Er nicht will, wir mit all unserem Willen auch nicht wollen“ (4).

 

Im Schlußteil interveniert die allerheiligste Jungfrau, Sie macht eine Mahnung und berührt einen Punkt der eine doktrinelle Erklärung erfordert: „Sage allen jenen, die falsche Doktrinen veröffentlichen, daß sie in das Reich Gottes nicht eintreten werden; daß sie sich bereuen und es sein lassen, diese falschen Doktrinen zu veröffentlichen; daß sie sich dem Gesetz der Evangelien meines Sohnes unterordnen, welche die Heilige, Katholische und Apostolische Kirche gegeben hat. Außerhalb der Kirche Christi gibt es kein Heil“. Dieser letzte Satz stimmt mit dem klassischen Ausdruck überein, wiederholt von den Vätern der Kirche: „Extra Ecclesian nulla salus“ („Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil“). Wie muß man diese Worte verstehen? Sie bedeuten, daß jedes Heil von Christus-Haupt durch die Kirche kommt, die sein Leib ist; jeder der sich rettet, rettet sich durch die unendlichen Verdienste von Jesus Christus. Der Kathechismus der Katholischen Kirche sagt im Text wörtlich: „Diese Feststellung bezieht sich nicht auf solche, die ohne ihre Schuld Christus und seine Kirche nicht kennen. „Wer nämlich das Evangelium Christi und seine Kirche ohne Schuld nicht kennt, Gott jedoch aufrichtigen Herzens sucht und seinen durch den Anruf des Gewissens erkannten Willen unter dem Einfluß der Gnade in den Taten zu erfüllen versucht, kann das ewige Heil erlangen“. (Lumen Gentium, 16) –  (Nr. 847).  In den folgenden Botschaften wird auch von dem selben Thema gesprochen:  6.11.1981;  15.1.1982;  16.4.1982.

 

Identischer doktrineller Inhalt deduziert man von anderen Botschaften, welche die Rettung von Mitgliedern anderer Religionen anerkennen: „Schau, meine Tochter, in dem Reich des Vaters gibt es viele Wohnungen; schau, heute wirst du eine von ihnen sehen. In dieser befinden sich, meine Tochter, obwohl in weniger Sichtbarkeit, diejenigen von anderen Doktrinen, die an einen einzigen Gott glauben und die Gesetze des Vaters respektieren, obwohl sie nicht an der Wohnung der wahren Christen teilnehmen, und leben in weniger Sichtbarkeit als die anderen. Aber schau, meine Tochter, sie sind auch glücklich; es leben Heere und Heere von flatternden Engeln über ihnen“. (Der Herr, 2.1.1993). Jesús sagt im Evangelium: “Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin“. (Joh  14, 2-3). Genauso, wie im zitierten Dokument des Kathechismus lehrt gleichfalls die Kirche: “Sie sollen Gott suchen, ob sie Ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art. (Apg 17,  25-28),   . . . und er will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. ( 1 Tim  2, 4)  (. . . ). Die göttliche Vorsehung verweigert auch denen das zum Heil Notwendige nicht, die ohne Schuld noch nicht zur ausdrücklichen Anerkennung Gottes gekommen sind, jedoch, nicht ohne die göttliche Gnade, ein rechtes Leben zu führen sich bemühen“.  (5).

 

___________________

 

      (1)  Ziff. Mt  10,  38;   16,  24;   Mk  8,  34.

(2)    Buch des Lebens,  Kap.. 40,  10.

(3)    Práctica del amor a Jesucristo, 13.

(4)    Gründungen,  5,  10.

(5)    Lumen Gentium, 16.

 

 

Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,

verbreitet die Botschaften, meine Kinder.

Wie viele lachen über meine Botschaften!

Bringt sie in alle Winkel der Erde.

 

(Mutter Gottes, 1.10.1983)

 

Kostenloses Exemplar

 

+ + +