SEGNUNG VOM 5. MÄRZ 2005, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,
IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL (MADRID)

Übersetzung aus dem Spanischen

MUTTER GOTTES:

Hebt alle Gegenstände hoch; alle Gegenstände werden gesegnet für die armen Sünder.

Ich segne euch, meine Kinder, wie der Vater euch segnet durch den Sohn und mit dem Heiligen Geist.

Kommentar zu den Botschaften

25. März 1982

Wir wählen einige Fragmente von dieser Botschaft aus, in der nur die Allerheiligste Jungfrau interveniert:

„Meine Tochter, die Menschen hören nicht auf Gott zu beleidigen ( . . . ). Die Welt ist voll von Sünden (. . . ). Tut Buße für diejenigen, die es nicht tun, bittet den Ewigen Vater, daß Er seinen Arm aufhalte, daß Er Erbarmen mit allen Menschen habe.

Die Menschen unterlassen es nicht, Sünden der Unreinheit zu begehen und den Leib Christi zu profanieren".

Wie sehr muß die Sünde dem Herrn und dem Unbefleckten Herz seiner Mutter wehtun! Sie zeigt noch einmal, was es bedeutet, Gott zu beleidigen und schlägt wieder einmal das Mittel vor: Die Buße für die Sünden, ganz besonders für diejenigen, welche sie nicht sühnen. Sie weist bei dieser Gelegenheit auf zwei Arten von Sünden hin: Die Unreinheit und die Profanierung der Eucharistie.

Die Unreinheit ist, selbstverständlich, vor den Augen Gottes eine beklagenswerte Sünde; sie hat mehrere Aspekte: Unreinheit des Körpers, des Herzens, des Verstandes . . . ; dies alles bedeutet eine Beleidigung für Gott, wenn wir verstehen, daß es sich hier um die Sünden handelt, die gegen das 6. Gebot vom Gesetz Gottes begangen wurden, vor denen der heilige Paulus energisch warnt: „Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist". ( Kol 3,5). Vor solchem Bösen mahnt der heilige Bernhard: „Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, / wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so schauen unsre Augen auf den Herrn, unseren Gott, / bis er uns gnädig ist". (Ps 123 ). Nur Er ist am Allerreinsten und nur Er kann denjenigen reinigen, der in Sünde empfangen wurde. Außerdem, gegen unsere Sünden führte Er das Mittel der Beichte ein, denn dieses Sakrament reinigt alles (1).

Die Profanierung der Eucharistie ist eine Sünde von besonderer Schwere, da es sich um den Herrn selbst handelt, Er ist gegenwärtig mit seinem Leib, Blut, Seele und Gottheit in jeder konsekrierten Hostie. Wenn man sich dessen bewußt wäre, daß in Gestalt von Brot und Wein sich Jesus Christus selbst befindet, lebendig, wirklich und auferstanden, würden wir das Heiligste Sakrament über alles schätzen; würden wir es mit größerer Hingabe und Andacht beim Kommunizieren empfangen und würden wir Ihm den Kult von Lob und Anbetung zollen, den Er verdient; es würden uns die begangenen Profanierungen gegen Ihn tiefes Leid verursachen und wir würden versuchen, sie auf irgendeine Weise zu sühnen. Wenn wir profanieren verstehen, gemäß der ersten Bedeutung von diesem Verb, es bezieht sich die Jungfrau auf die Behandlung der konsekrierten Sachen ohne den gebührenden Respekt; noch konkreter, es scheint, daß Sie vom Leib Christi, der Eucharistie spricht, wird sie profaniert, wenn sie in Todsünde empfangen wird.

„Die Wohnungen sind vorbereitet. Es ist euer Erbe und ihr werdet sie mit Gebet und Opfer erreichen".

Diese Wohnungen sind, ohne Zweifel, die verschiedenen Niveaus der Glorie die es im Himmel gibt; differieren, was die heilige Teresa de Jesus in ihrem Werk mit dem selben Namen erklärt: Die Wohnungen oder Die Innere Burg, wo sie die verschiedenen Grade benennt, die die Seele im inneren Leben erreicht, je nach ihrer Antwort auf die göttliche Handlung. Über die unterschiedlichen Grade der Glorie, schreibt der heilige Thomas von Aquin, das Evangelium des heiligen Johannes zitierend (14, 2): „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen", welche, wie der heilige Augustinus hinweist, bedeuten unterschiedliche Würden von Verdiensten in dem ewigen Leben. Aber die Würde des ewigen Lebens, die man für die Verdienste gibt, es ist die Seligkeit selbst. Dann gibt es verschiedenartige Grade der Seligkeit und nicht alle haben die selbe Seligkeit" (2).

Jesus entdeckt uns die Weisheit, und lehrt uns, daß die Kenntnis von seinem Vater in dem Geheimnis der Liebe ist, welches eine unerläßliche Bedingung ist, um das perfekte Gesetz zu leben: Das Gesetz der Nächstenliebe. Der Vater liebt uns unendlich und Er hat uns seinen Sohn gegeben, nach den Worten des heiligen Johannes, die unter den schönsten und erhabensten der Heiligen Schrift sind: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat" (Joh 3, 16). Jesus will das Haus seines Vaters nicht für sich allein behalten; Er läßt uns wissen, daß es dort viele Wohnungen gibt, eine für jeden von uns. In dieser Linie befindet sich das Gebet das am Schluß nach jedem Gesätz des Rosenkranzes im Prado Nuevo gebetet wird: „Oh, Ewiger Vater, Du bist der Schöpfer der Welt und des Menschen, durch deine unermeßliche Macht, erlaube nicht, daß die bösartige Schlange sich hinterlistig der Seelen, die Du geschaffen hast bemächtigt! Durch das Göttliche Herz Jesu, durch das Unbefleckte Herz Mariens, gib uns das Erbe, das Du uns vorbereitet hast in den himmlischen Wohnungen . . . ".

„Nehmt ein wenig von der Agonie meines Sohnes weg mit euerem Gebet un Buße. Wie undankbar seid ihr Menschen! Ihr erwidert nicht den Schmerz des Herzens von eurer Unbefleckten Mutter".

Jesus erlitt in Getsemani eine entsetzliche Agonie, die der Beginn von seiner Passion bedeutete. Während die Menschheit in allen Arten von Lastern und Sünden verbleibt, leidet der Herr weiter durch uns Sünder, wenn wir Ihn mit unseren Sünden beleidigen und wir sie auf seine gesegneten Schultern laden, auch können wir seine Leiden mildern, ganz besonders mit dem Gebet und der Buße, wie es die Jungfrau in der Botschaft vorschlägt.

Ein anderer Aspekt der sich hervorhebt in diesen letzten Zeilen ist die „Undankbarkeit", Vergessen oder Verachtung der empfangenen Wohltaten, nach der Akzeptation des Wortes, und das so sehr die Heiligen Herzen von Jesus und Maria betrüben. Sie steht im Gegensatz zur „Dankbarkeit", welche das „Gefühl ist, das uns dazu zwingt, die Wohltat oder den Gefallen zu schätzen, die man uns getan hat oder hat tun wollen und uns auf irgendeine Weise dankbar zu erweisen". Wie viele unzählige Wohltaten haben wir von Ihnen empfangen, welche Zeichen ihrer großen Liebe für die Seelen sind! Wie erwidern wir so viele Gnaden, die uns täglich durch den Herrn und seiner gesegneten Mutter gewährt werden? Unser Leben sollte ein immerwährender Dank zu Gott sein; tun wir es schließlich mit dem Gebet, besonders mit der Heiligen Messe, denn die Eucharistie will eigentlich sagen, „Danksagung", da es das Beste von allem ist das wir aufopfern können; auch mit dem eigenen Leben, uns hingebend an Leib und Seele zu unserer Berufung in der Kirche, irgendeine Sache aufopfernd um den Herrn zu verherrlichen, konform der Ermahnung des heiligen Paulus: „Ob ihr also eßt oder trinkt oder etwas anderes tut: tut alles, zur Verherrlichung Gottes!" ( 1 Kor 10, 31).

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  1. Homilia am Fest von Allerheiligen 1, 13.
  2. Suma Teológica, I-II, q. 5, a. 2, 3.

Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,
verbreitet die Botschaften, meine Kinder.
Wie viele lachen über meine Botschaften!
Bringt sie in alle Winkel der Erde.

(Mutter Gottes, 1.10.1983)

Kostenloses Exemplar

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