SEGNUNG VOM 5. APRIL 2003, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,
IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL (MADRID)

Übersetzung aus dem Spanischen

 

MUTTERGOTTES:

 

Diese Segnung, meine Tochter, wird ganz besonders für den Schutz der Heime und der Familien sein. Hebt alle Gegenstände hoch.

Ich segne euch, meine Kinder, wie der Vater euch segnet durch den Sohn umd mit dem Heiligen Geist.

Kommentar zu den Botschaften

 

23.Oktober 1981

(Fortsetzung)

 

“Meine Tochter, hier bin Ich als barmherzige Mutter, um dir zu helfen diese so schrecklichen Leiden zu ertragen. Opfere sie dem Ewigen Vater auf, für die Bekehrung der ganzen Welt”. (Die Jungfrau).

 

Die Jungfrau ist Mutter der Barmherzigkeit, weil sie Mutter von Ihm ist, der selbst die Barmherzigkeit ist; in einem der Stoßgebete, die man am Ende jedes Geheimnisses des Rosenkranzes betet, rufen wir Sie an: “Maria, Mutter der Gnade, Mutter des Erbarmen, der Liebe und Barmherzigkeit . . .”.  Dieses göttliche so wunderbare Attribut, im biblischen Sinn, ist die meist geschätzte Frucht der unendlichen Liebe von Gott zu den Menschen. Im neuen Testament würden wir es in einer der Sätze von großer Schönheit und Tiefe der Hl. Schrift kurz zusammenfassen: “Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. (Joh  3, 16). Die heilige Maria Faustina Kowalska, Apostel der Göttlichen Barmherzigkeit, stellt einen wunderschönen Vergleich zwischen Liebe und Barmherzigkeit her und sagt: “Die Liebe Gottes ist die Blume und die Barmherzigkeit ist die Frucht” (1).

 

Es schreibt Johannes Paul II in seiner Enzyklika “Dives in misericordia”: “Maria, ist es, die am gründlichsten das Geheimnis der göttlichen Barmherzigkeit kennt ( . . . ). In diesem Sinn nennen wir Sie auch Mutter der Barmherzigkeit: Jungfrau der Barmherzigkeit oder Mutter der göttlichen Barmherzigkeit ( . . . ) . Die vorhergenannten Titel die wir der Mutter Gottes zuschreiben, erzählen uns dessenungeachtet, von Ihr, vor allem, als Mutter des Gekreuzigten und des Auferstandenen; wie von Jener, die die Barmherzigkeit auf außergewöhnliche Weise erfahren hat, “verdient” auf die gleiche Weise diese Barmherzigkeit im Laufe ihres ganzen Erdenlebens, ganz besonders am Fuße des Kreuzes ihres Sohnes; letztendlich, wie Jene die (. . . ) auf einzigartige Weise berufen wurde die Menschen der Liebe zu nähern und Er kam sie zu offenbaren: Liebe die ihren konkretesten Ausdruck findet in jenen die leiden, in den Armen, den Gefangenen, in jenen die nicht sehen, die Unterdrückten und die Sünder (n°9).

 

Der jetzige Papst äußerte sich beim Sprechen über die Barmherzigkeit mit voller Überzeugung: “Seit Beginn meines Pontifikats habe ich diese Botschaft als meinen besonderen Auftrag betrachtet. Die göttliche Vorsehung hat ihn mir zugewiesen” (22.11.1981). Es ist die Stunde, die göttliche Barmherzigkeit anzurufen; dieser gleichen Heiligen, die wir erwähnt haben, offenbarte eines Tages der Herr: “Noch ist Zeit damit sie sich an diese Quelle wenden, die meine Barmherzigkeit ist und so von dem Blut und dem Wasser das für sie floß, Nutzen daraus ziehen”.(2)

 

“Sei gehorsam und demütig, meine Tochter. Dein Gehorsam soll stumm sein, meine Tochter, damit es niemand bemerkt”.

 

Wie wichtig ist der Gehorsam! Deshalb, insistiert die Jungfrau, daß Luz Amparo sich in dieser Tugend übt, so unentbehrlich um die christliche Vollkommenheit zu erreichen. Und Sie sagt ihr, daß dieser Gehorsam “stumm sein muß ( . . . ) ,damit es niemand bemerkt”; seltsame Empfehlung als wollte Sie daraufhinweisen, daß man beim Gehorchen vermeiden muß die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken; so wie irgendeine Tugendhandlung soll nach Möglichkeit vor den Augen der Menschen verborgen bleiben; es soll ein demütiger Gehorsam sein . . . . Ein “stummer” Gehorsam könnte man auch interpretieren wie jenen, der weder widerspricht noch diskutiert, der nicht rebelliert gegen den  göttlichen Willen, der sich schnell und freudig unterwirft . . . . Wie wahr ist das Sprichwort: “Wer gehorcht, irrt sich nicht”! Welche innere Freiheit erwirbt die gehorsame Seele die den Willen Gottes in jedem Moment zu tun sucht! Viele Male schreibt die Heilige Therese – schien es mir die Arbeit nicht aushalten zu können gemäß meinen niederen Naturell; es sagte mir der Herr: “Tochter, der Gehorsam gibt Kraft” (3). Der Gehorsam ist ein entscheidender Schlüssel in dem Erlösungswerk von Christus, “da Er sein Mysterium enthüllte und die Erlösung realisierte mit seinem Gehorsam” (4). Der wahre Jünger von Jesus soll gehorsam sein und seinen Meister imitieren. Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein . . . er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz (5). “Der Gehorsam macht unsere Taten und Leiden verdienstvoll, auch wenn diese letzten unnütz erscheinen könnten, können sie sehr fruchtbar werden (6).

 

Die Botschaft macht Ankündigungen über die Zukunft und gibt Empfehlungen für diese schwierigen Zeiten: “Sage ihnen, daß sie besser werden müssen, als sie sind, es wird eine große Strafe über die ganze Menschheit kommen (. . .); die Strafe wird schrecklich sein und niemand wird ihr entkommen, niemand. Alle werden die Warnung sehen und werden sehen was sie bedeutet, meine Tochter. Bereitet euch vor, um die Strafe nicht zu erhalten”. Geheimnisvolle Worte die der Lauf der Zeit enthüllen wird . . . und die als Warnung dienen für unsere Bekehrung und Rückkehr zu Gott, danach trachtend nach den Worten von Jesus Christus zu leben: “Wacht und betet; damit ihr nicht in Versuchung geratet” (Mt 26, 41). Seid also wachsam! Denn ihr wißt weder den Tag noch die Stunde” (Mt 25, 13).

 

In einem anderen Abschnitt vergleicht Er den Hochmut der Demut gegenüber: “Bemerke, daß die Sünde des Hochmuts die Sünde ist, die zu allen Sünden in der Welt hinführt. Man muß demütig sein; denk daran, daß mein Sohn als Mutter die demütigste Frau der Erde auserwählte. Die Demut ist die wichtigste Grundlage von allem” Ohne Zweifel, ist sie es, denn in dem geistigen Leben ist sie wie das Fundament, ohne sie stürzt das ganze Gebäude ein. In einem Moment der Botschaft,  macht die Jungfrau aufmerksam auf die Handlung des Bösen: “Sie sollen sich nicht vom Feind betrügen lassen; denn Satan will sich der ganzen Erde bemächtigen”. Wie kann man sich aus seiner Falle befreien? Im Leben vom Hl. Antonio Abad bietet sich uns eine Lösung an, die sich genau mit der Demut verbindet. Man erzählt, daß Gott ihn sehen ließ, wie die Welt übersät ist von aufgestellten Fallen des Dämons, damit die Menschen in sie fallen. Der Heilige erschreckte sich vor dieser Vision und fragte: “Herr, wer kann diesen vielen Fallen entkommen?”. Und er hörte eine Stimme die ihm antwortete: “Antonio, derjenige, der demütig ist, denn Gott gibt dem Demütigen die notwendige Gnade, während die Hochmütigen in alle Fallen die der Dämon ihnen stellt, in sie hineinfallen. Die demütigen Personen wagt der Dämon nicht anzugreifen”.

 

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(1)      Tagebuch II,  295.

(2)      Ibid.,  229-230.

(3)      “Klostergründungen”,  Abs. 2

(4)       Lumen Gentium,  3.

(5)       Phil  2,  6 - 8.

(6)      Garrigou-Lagrange,  O.P. , “ Las tres edades de la vida interior”, Vol. II,   S. 683.

 

 

Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,

verbreitet die Botschaften, meine Kinder.

Wie viele lachen über meine Botschaften!

Bringt sie in alle Winkel der Erde.

 

(Muttergottes, 1.10.1983)

 

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