SEGNUNG VOM 3. JULI 2004, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,
IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL (MADRID)

Übersetzung aus dem Spanischen

MUTTER GOTTES:

Hebt alle Gegenstände hoch; alle werden gesegnet für die Einheit der Familien.

Ich segne euch, wie der Vater euch segnet durch den Sohn und mit dem Heiligen Geist.

KOMMENTAR ZU DEN BOTSCHAFTEN

5. Februar 1982

Gleich nach Beginn der Botschaft, zeigt der Herr Luz Amparo einen Ausschnitt von der Passion, in der sich Bilder vom Kalvarienberg mischen die schon in den Evangelien reflektiert wurden und andere noch Unbekannte. Beschimpfungen, Gotteslästerungen, Spöttereien . . . , der Schmerz von Christus - mehr moralisch als körperlich -, seine Worte am Kreuz, die unendliche Liebe zu den Menschen bekundete . . .

Erneut insistiert Er in dem großen Wert des Leidens, seinen Ursachen und seinen Früchten: „Ja, meine Tochter, wir leiden viel für die Rettung von allen Seelen; es gibt viele undankbare Seelen, aber es gibt auch gute Seelen, die ihre Schuld bereuen, die ihren barmherzigen Vater um Verzeihung bitten. Und ihr barmherziger Vater wartet auf alle, um ihnen ihre Erbschaft zu geben, das sind die himmlischen Wohnungen. Dies ist die beste Erbschaft. Diese Erbschaft ist für alle Ewigkeit. Deshalb wiederhole Ich dir, daß sich dieses Leiden lohnt".

Er erinnert sie, daß der Jünger nicht über dem Meister steht (vergl. Mt 10, 24; Lk 6, 40): „Denke daran, daß du nicht mehr bist als Ich, und Mir taten sie es an. Sie verfolgten Mich, sie verleumdeten Mich. Was werden sie mit dir machen, meine Tochter? All dies werden sie mit dir machen, aufgrund meines Namens". Und Er übermittelt ihr eine Seligpreisung: „Selig, seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet, ewig wird euer Lohn im Himmel sein".

Es fehlt nicht die Erwähnung an die geweihten Seelen – sehr geliebt von den Heiligen Herzen - , mit besonderen Worten für die Priester, den tiefen Schmerz ausdrückend die ihm jene bereiten, die vom geraden Weg des Evangeliums abweichen. Es ist notwendig, darauf hinzuweisen, auf die sehr große Verantwortung von jedem Priester, hervorgegangen aus seiner eigenen Berufung und von den erworbenen Verpflichtungen bei der Priesterweihe; und daher verletzt seine Untreue so sehr das Herz von Christus und hat deshalb so verhängnisvolle Konsequenzen für die priesterliche Seele. Hier kann man das berühmte Sprichwort anwenden: „Corruptio optimi pessima", denn wer berufen ist, diese so ausgezeichnete Berufung zu leben, wenn er sie mit einem ungeordneten Leben entkräftet, verrät er seine eigene Essenz. Wie oft haben sich Jesus und Maria im Prado Nuevo über ihre Priester beklagt! „Ach, Priester, die ihr von meinem Herzen und vom Herzen Jesus so geliebt seid - rief einmal die Jungfrau mit Liebe und Schmerz aus -, habt Mitleid mit diesen armen Herzen. Die euch so lieben, und die ihr (viele von ihnen) bezahlt ihr es mit Undankbarkeiten und mit Lieblosigkeit!" (7.10.1995).

Der Herr selbst, in der Botschaft, die wir hier kommentieren, erklärt Er wie es ihm gefallen würde, wie seine Diener sein sollten. „Für Mich, meine wahren Kinder sind meine wahren Nachahmer von meiner heiligen Kirche, sie müssen sich fühlen als Seelen Gottes und die Tugenden haben, die Mir am liebsten sind: Die Demut und die Liebe zu den anderen". Und in einer anderen späteren Botschaft – um noch ein Beispiel zu nennen – teilt Er Luz Amparo mit: „Ach, Priester von Christi, wendet eueren Blick zu der Göttlichen Majestät Gottes, daß Er die Gnade euerem Geist zurückgeben wird, damit ihr für seine Herde arbeitet! Es gibt viel Arbeit und wenige Arbeiter (. . . ). Der Priester . . . . Ja, schaue, meine Tochter, der Tag an dem der Priester sich Gott hingibt, Er bekleidet ihn mit seiner Gnade in einem göttlichen Glanz, schaue es an, meine Tochter . . . " (6.4.1996).

Er macht einen allgemeinen Aufruf an die Seelen, sie zum Vertrauen auf Gott einladend, niemanden zu fürchten, und daß sie Werke aufopfern, die dem Herrn gefällig seien: „Ich rufe alle jene auf, die meinetwegen gedemütigt und verleumdet werden. Die euch verleumden und die euch demütigen, habt keine Angst vor ihnen, Ich bin mit euch, und wenn Ich mit euch bin, vor wem müßt ihr Angst haben? Ihr müßt stark sein und daran denken, daß ihr euch mit vollen Händen vor dem Himmlischen Vater präsentieren müßt. Bereitet euch auf diesen Tag vor, gute Werke vollbracht zu haben; denn diese guten Werke sind aufgeschrieben".

Über das Erste, notiert das Buch von Jesus Sirach: Denn im Feuer wird das Gold geprüft, / und jeder, der Gott gefällt, im Schmelzofen der Bedrängnis". (Sir 2, 5). Zitieren wir außerdem die Worte von Jesus in dem Evangelium: „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden". (Mt 23, 12).

Auch zeigt es die Lehre vom heiligen Petrus klar in seinem ersten Brief: „Sodann, ihr Jünger: Ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber begegnet einander in Demut! Denn Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade. Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist. Werft alle euere Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch". ( 1 Petr 5, 5-7). Diese letzte Empfehlung, die zum Vertrauen auf Gott einlädt, ist im gleichen Sinne der Botschaft, wenn der Herr bittet, daß wir die Angst verbannen und auf Ihn vertrauen: „Ich bin mit euch und wenn Ich mit euch bin, vor wem solltet ihr Angst haben?". Christus verkündet seinen Aposteln, daß sie in keine günstige Umwelt gehen werden. „Seht, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe; (Mt 10, 16). Der Glaube in die göttliche Vorsehung besteht nicht auf Bedingungen, die dafür oder dagegen sprechen, sondern in der Gewißheit, daß Gott mit uns ist, und uns nicht verläßt. Der heilige Juan Climaco behauptete, wenn wir Gottesfurcht haben, verschwinden alle anderen Fürchte.

Hinsichtlich der Wichtigkeit der Werke, verbunden mit dem Glauben, lehrt uns die Epistel von Jakobus: „Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glauben ihn retten? (. . . ). So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat. Nun könnte einer sagen: Du hast Glauben, und ich kann Werke vorweisen; zeig mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich zeige dir meinen Glauben aufgrund der Werke. (. . . ). Willst du also einsehen du unvernünftiger Mensch, daß der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Wurde unser Vater Abraham nicht aufgrund seiner Werke als gerecht anerkannt? Denn er hat seinen Sohn Isaak als Opfer auf den Altar gelegt. Du siehst, daß bei ihm der Glaube und die Werke zusammenwirkten und daß erst durch die Werke der Glaube vollendet wurde (. . . ). Ihr seht, daß der Mensch aufgrund seiner Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein". (Jak 2, 14. 17 – 18. 20 – 22. 24). Dazu passen die Worte des heiligen Juan Crisóstomo: „Es wäre nicht notwendig die Doktrine darzulegen, wenn unser Leben so leuchtend wäre; es wäre auch nicht notwendig die Worte in Anspruch zu nehmen, wenn unsere Werke ein derartiges Zeugnis geben würden. Es würde keinen Heiden mehr geben, wenn wir uns wie wahre Christen verhalten würden". (1).

„Werke sind Liebe, nicht gute Gründe", sagt ein bekanntes Sprichwort. Tun wir das Gute; seien wir Verbreiter des Höchsten Gutes, seien wir gütig mit den Anderen; es werden keine Gelegenheiten fehlen um die Liebe zu „messen", die es in unserem Herzen gibt; hoffentlich steigt das Thermometer der Nächstenliebe von Tag zu Tag ein bißchen höher.

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1) Predigt 10 über die 1. Epistel von Timotheus.

 

Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,
verbreitet die Botschaften, meine Kinder.
Wie viele lachen über meine Botschaften!
Bringt sie in alle Winkel der Erde.

(Mutter Gottes, 1.10.1983)

Kostenloses Exemplar

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