SEGNUNG VOM 2. OKTOBER 2004, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,
IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL, (MADRID)

Übersetzung aus dem Spanischen

MUTTER GOTTES:

Hebt alle Gegenstände hoch; alle werden gesegnet für den Schutz von eueren Schutzengeln (1). Alle Engel werden heute im Prado gegenwärtig sein.

Ich segne euch, wie der Vater euch segnet durch den Sohn und mit dem Heiligen Geist.

Kommentar zu den Botschaften

2. Juni 2001

In dem Monat der dem Rosenkranz gewidmet ist, bringen wir den Kommentar zu einer der letzten Botschaften, der sich auf diese so wertvolle Verehrung bezieht.

Wie schön ist das Gebet des Ave Maria und wie sehr gefällt es dem Herrn und der Jungfrau! Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß Maria an jenem ersten Samstag im Juni mit einem goldenen Mantel bekleidet kam, Symbol der Freude, die Sie empfindet, wenn wir mit Audauer diesen so wunderschönen Marien-Gruß aussprechen: „Schau, meine Tochter, heute komme Ich mit dem goldenen Mantel von so vielen Ave Marias die Ich an diesem Ort empfangen habe" (12.6.2001). Der Herr selbst rezitiert es in der fortgeschrittenen Botschaft, als Er empfiehlt, den Rosenkranz in der Familie zu beten, als verdiente Huldigung zu seiner Mutter.

Das Ave Maria ist ein englischer Gruß und ein göttliches, himmlisches, evangelisches und kirchliches Gebet, denn sein Ursprung ist vom Himmel, sein Anfang wurde durch den heiligen Erzengel Gabriel ausgesprochen, es erscheint in den Evangelien und die Kirche schlug den letzten Teil vor, bei der Proklamation der Heiligen Maria als Mutter Gottes in dem Konzil von Ephesus (a. 431). Es sagt der selige Alano de la Rupe mit Schönheit und Feierlichkeit: „Durch den „Englischen Gruß", machte sich Gott zum Menschen, eine Jungfrau verwandelte sich in die Mutter Gottes, die Seelen der Gerechten wurden aus dem Limbus befreit, es wurden die Ruinen des Himmels repariert und die leeren Throne wurden aufs Neue besetzt, die Sünde wurde verziehen, die Gnade wurde uns zurückgegeben, die Krankheiten wurden geheilt, die Toten sind auferstanden, man rief die Verbannten, die Heilige Dreifaltigkeit besänftigte sich, und die Menschen bekamen das Ewige Leben. Zum Schluß ist der „Englische Gruß" der Regenbogen, das Zeichen der Milde und der Gnade, das der Welt durch Gott gegeben wurde" (2).

So wie das Ave Maria so viel Erhabenheit einschließt und so viele Früchte produziert, sollen wir beim Beten beharrlich sein, diese 50 Rosen zu einem Kranz binden, der der Rosenkranz ist. „Betet den Rosenkranz in der Familie, geht nicht eine einzige Nacht schlafen, ohne dieses so wunderschöne Gebet gebetet zu haben", empfahl der Herr in dieser Botschaft. Es ist natürlich, sein Lieblingsgebet, genauso wie das seiner Mutter, wie sie es in verschiedenen Botschaften bestätigt haben: „Der heilige Rosenkranz ist es, der Mir am meisten gefällt; mein Rosenkranz, meine Tochter. Ich will, daß sie Mein Lieblingsgebet beten" (Die Jungfrau, 15.1.1982). Ähnliche Worte haben in der Stimme des jetzigen Papstes erklungen, schon seit dem Anfang seines Pontifikats: „Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und seiner Tiefe (. . . )" (3). Und jüngst in seinem apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae" „Der Rosenkranz der Jungfrau Maria". Es schreibt der Papst: „Mit dem Rosenkranz geht das christliche Volk in die Schule Mariens, um sich in die Betrachtung der Schönheit des Antlitzes Christi und in die Erfahrung der Tiefe seiner Liebe einführen zu lassen. In der Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse schöpft der Gläubige Gnade in Fülle, die er gleichsam aus den Händen der Mutter des Erlösers selbst erhält" (4).

Dies alles stimmt überein mit einer kostbaren Offenbarung der Allerheiligsten Jungfrau zum heiligen Domingo de Guzman: „Mein Sohn - sagte Sie zu ihm - , wundere dich nicht, wenn du keinen Erfolg in deinen Predigten erreichst, weil du in einer Erde arbeitest, die vom Regen nicht begoßen wurde. Erinnere dich, als Gott die Welt erneuern wollte, sandte Er zuerst den Regen des „Englischen Grußes". So wurde die Welt erneuert. Ermahne deshalb die Leute in deinen Predigten den Rosenkranz zu beten, und so wirst du große Früchte für die Seelen ernten" (5). Daher die Wichtigkeit, den Herrn und seine Mutter in der Verehrung nicht zu trennen, was man nicht wenige Male unglücklicherweise versucht hat, dem einfachen Volk einzuprägen, seine marianischen Praktiken gering zu schätzen und lächerlich zu machen. Der Herr weist in dieser Botschaft darauf hin, nachdem Er selbst das Ave Maria rezitiert hat: „Dort ist die Mutter und der Sohn, die beiden nahmen an der Erlösung teil. Und wer Maria liebt, liebt Jesus. Maria und Jesus sind ein Herz".

Es ist andererseits interessant die dargelegte Doktrine in den ersten Absätzen der Botschaft über das Gebet und die Werke oder Taten, und das Gebet vereint mit der Nächstenliebe, die Übereinstimmungen, begründet in den Evangelien und anderen Büchern des Neuen Testamentes: „Das Gebet ohne Werke hat keinen Wert. Einer Seele die betet und haßt, ihr kann das Gebet nichts nützen (. . . ) jener, der sich viel auf die Brust klopft und dann seinen Bruder sieht, der hilflos und traurig ist, und zu ihm sagt: Gott schütze dich, wozu nützt dem Menschen das Gebet, wenn sein Herz gelähmt ist?". Das letzte ist eine klare Konkordanz mit dem was Jakobus in seinem Brief im 2. Kapitel darlegt, wo er mit lebendiger Beredsamkeit behauptet, daß der Glaube durch die Nächstenliebe wirkt, wie es auch der heilige Paulus im Brief an die Galater lehrt ( 5, 6). Deshalb müssen wir fähig sein unseren Herzen ein authentisches Gebet einzuflößen, das uns antreibt, mit den Brüdern und Schwestern Werke der Liebe und Barmherzigkeit zu üben, um uns nicht zunichte zu machen, gelähmt durch den Egoismus. Wir dürfen nicht vergessen, mit dem heiligen Johannes vom Kreuz, daß „wir am Abend des Lebens in der Liebe geprüft werden"; das heißt, wie unser Herz „funktioniert" hat, in der Ausübung der Nächstenliebe: Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten. Es passt dazu, hier die Worte der eschatologischen Rede von Christus zu erwähnen, wenn Er erklärt, wie die Menschen nach ihren Werken der Barmherzigkeit gerichtet werden, nicht nach ihren außergewöhnlichen Taten: „Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen"; (Mt 25, 35), um mit den tröstlichen Worten zu enden, welche jene ergreifend hören werden, die sie in die Tat umgesetzt haben:"Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". (Mt 25,40).

Der Kathechismus hat immer die Werke der Barmherzigkeit aufgezählt (sieben leibliche und sieben geistliche): Den Hungernden zu speisen . . . den Kranken zu besuchen . . . der im Irrtum ist aufzuklären . . . zu beten für die Lebenden und die Toten . . . . Wie viele Werke der Barmherzigkeit praktizieren wir, liebe Brüder und Schwestern? Befinden wir uns unter jenen Seelen denen „der Reichtum ihrer Gebete zur Tat geführt hat", gemäß der Botschaft, die wir hier kommentieren? Fangen wir so früh wie möglich damit an; das Leben zerläuft uns durch die Finger und es kommt die Ewigkeit . . . . Werden wir vor Gott mit leeren Händen erscheinen? Der Rosenkranz mit Andacht und Tiefe gebetet, wird uns ohne Zweifel antreiben, die guten Werke zu üben.

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(1) Der Sinn des Satzes ist: Alle werden für eueren Schutz gesegnet, durch die Schutzengel.

(2) De dignitate psalterii, p. 4ª, c. 49; Antonino Thomas, Rosal místico, 1ª dec., c.3.

(3) Papst Johannes Paul II, 29.10.1978.

(4) Rosarium Virginis Mariae,( Der Rosenkranz der Jungfrau Maria)

( Kap. Einführung, Die Päpste und der Rosenkranz)

(5) P. A. Spinelli, Maria Deipara Tronus Dei, c. 29, n. 38.

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Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,
verbreitet die Botschaften, meine Kinder.
Wie viele lachen über meine Botschaften!
Bringt sie in alle Winkel der Erde.

(Muttergottes, 1.10.1983)

Kostenloses Exemplar

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