SEGNUNG VOM 2. APRIL 2005, ERSTER SAMSTAG IM MONAT,
IM PRADO NUEVO, EL ESCORIAL (MADRID)

Übersetzung aus dem Spanischen

MUTTER GOTTES:

Hebt alle Gegenstände hoch; alle werden gesegnet mit besonderen Segnungen für die armen Sünder und zum Schutz von eueren Heimen.

Ich segne euch, meine Kinder, wie der Vater euch segnet durch den Sohn und mit dem Heiligen Geist.

Kommentar zu den Botschaften

26. März 1982

„Ja, meine Tochter, hier bin Ich, Ich komme um mit dir diese Schmerzen zu teilen; wir werden beide leiden, wenn auch die Menschen glauben, daß Ich nicht leide. Ich leide weiterhin, meine Tochter. Ich leide weiterhin, weil die Welt weiter geht, und für Mich gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft, für Mich ist alles Gegenwart; Ich leide weiterhin für die ganze Menschheit, Ich will nicht, daß sie sich verdammen" (Der Herr).

Es beklagt sich der Herr über diejenigen, die es verneinen, daß Er leidet; dasselbe wird Er tun, zum Beispiel, in einer anderen Botschaft mit dem lapidaren Satz: „Sie sagen, daß Ich nicht leide; warum sollte Ich nicht leiden, meine Tochter, die Situation der Menschheit sehend?" (7.11.2000). Und die Jungfrau erklärte bei einer anderen Gelegenheit: „Wie grausam sind die Menschen!; sie haben kein Mitleid mit Mir, meine Tochter. Sie sagen, daß Ich nicht leide; mein Herz leidet, weil Ich in diesem Moment nicht glorreich bin, meine Tochter . . . (25.11.1984). Die Jungfrau Maria, in die Himmel erhoben und glorreich, kann leiden, wie Jesus Christus leidet. Dem Allmächtigen Gott ist es möglich, in einem bestimmten Moment, sich dem Einfluß der Glorie zu entziehen. Wir haben die Leiden von Jesus und der Jungfrau Maria zu verstehen auf eine Weise analog zu unserer, die wir hier auf der Erde leiden; aber letzten Endes Leiden, die die Herzen von Jesus und Maria verletzen.

Die Bestätigung des Leidens von den Heiligen Herzen ist konstant in den Botschaften vom Prado Nuevo, übereinstimmend in diesem mit den Offenbarungen von anderen auserwählten Seelen, so wie selbst mit der Heiligen Schrift (sowohl in dem Alten als auch in dem Neuen Testament), beschreibt man den inneren Schmerz Gottes durch die Sünde und die Bosheit seines Volkes und des Menschen, der seine Liebe zurückweist. Dieses Gefühl zeigt uns einen Gott der nicht indifferent bleibt vor der Liebe oder Lieblosigkeit der Menschen; die Sünde erscheint in verschiedenen biblischen Texten als Untreue, die das Herz Gottes verletzt.

Ein christlicher Schriftsteller der Antike, Origenes, zweifelt nicht beim Ausrufen: „Der Vater selbst ist nicht gefühlslos; wenn man Ihn bittet, hat Er Mitleid und Erbarmen; Er leidet eine Passion der Liebe" (2). Gott ist wahrhaft affektiv verwundet durch den Menschen, der seine Liebe zurückweist. So haben es immer die heiligen Seelen verstanden, welche diese Realität wahrnehmen, dank einer tiefen spirituellen Sensibilität. Zum Beispiel, die heilige Teresa von Jesus, Kirchenlehrerin und Höhepunkt der Mystik, sie macht zahlreiche Referenzen zum Leiden Gottes in ihren Schriften, besonders in „Das Buch meines Lebens" ( Kap. 2, 4, 8, 15, 19, 30, 34, 37, 40) und im „Weg der Vollkommenheit" ( Kap. 7, 15, 22, 25, 26, 27, 34, 35). Und in jüngster Zeit - um ein anderes wertvolles Zeugnis zu erwähnen -, offenbart Jesus der heiligen Maria Faustina Kowalska: „Als König der Barmherzigkeit wünsche Ich die Seelen mit Gnaden zu überhäufen, aber sie wollen sie nicht annehmen ( . . . ).Oh, wie groß ist die Gleichgültigkeit der Seelen für so viel Güte, für so viele Liebesbeweise. Mein Herz wird nur mit Undankbarkeit belohnt, mit Vergessen seitens der Seelen, die in der Welt leben (. . . ). Was am schmerzlichsten mein Herz verletzt, ist die Untreue der von Mir insbesonders auserwählten Seele; diese Untreuen sind wie Schwerte die mein Herz durchbohren" (3).

Der bekannte französische Philosoph Jacques Maritain schrieb mit Logik und Geschicklichkeit: „Wenn man die Liebe verrät, gibt es bei jemanden der liebt, ein Leiden so groß wie seine Liebe? Gott ist die Liebe selbst. Und wir verraten ständig diese Liebe. Was bedeutet der Ausdruck „Gott zu beleidigen" nichts anderes, als daß unser Verrat in dem Herzen, dieselbe subsistente Liebe erreicht?" (4).

Anschließend lehrt die Jungfrau ein einfaches Stoßgebet um Barmherzigkeit des Himmels zu erflehen, zugunsten der Menschheit, die sich so entfernt von Gott befindet: „Ewiger Vater, durch deine unermeßliche Macht, hab Erbarmen mit allen Bewohnern der Erde". Und spricht weiter: „Meine Tochter, der Ewige Vater ist sehr zornig, weil die Menschen sich nicht ändern. Sie sorgen sich um nichts anderes, als nur für ihren Körper zu bitten. Aber wie wenig bitten sie um die Heilung ihrer Seele! Sie sollen für ihre Seele bitten. Sie sollen sich nicht so sehr um ihren Körper sorgen, denn ihr Körper wird nicht einmal für Mist taugen". Es warnt uns Jesus in dem Evangelium: „Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten". (5). Gehenna ist der Name der Hölle; das Wort hat seinen Ursprung in dem Tal Ge Hinnom, südlich von Jerusalem, wo sich die Statue des Moloch befand, Stätte des Götzendienstes und des Abscheu.

Diese Bewertung des Körpers mit dem Mist vergleichend, gibt uns die Vergänglichkeit des Lebens zu verstehen, gestützt durch das materielle Element von jedem menschlichen Wesen, und uns dazubringt, die Seele gebührend zu schätzen, die man zu pflegen hat und in der Gnade zu erhalten, denn ihr Ziel ist ewig und transzendental. Es warnt deshalb die Heilige Schrift: „Habt keine Angst vor den Worten eines bösen Menschen! / Seine Herrlichkeit verfällt der Fäulnis und den Würmern. Heute noch reckt er sich hoch empor, / morgen schon ist er verschwunden; / denn er ist wieder zu Staub geworden, / und mit seinen Plänen ist`s aus". (1 Makk 2, 62-63) (6). Wie sehr pflegen wir den Körper, dem es bestimmt ist zu verfallen, und vergessen dabei die Pflege der Seele!; der sich im Dienst des geistlichen Lebens befinden sollte und wir haben ihn als Instrument der Seele zu betrachten, als Altar der Rettung und Heiligung. Empfehlt deshalb das Buch „ Nachfolge Christi", in Syntonie mit dem vorhergehenden Satz der Botschaft und mit dem folgenden, die wir weiter unten kommentieren. Wahrhaftig klug ist, wer „alles Irdische für Unrat hält, um Christus zu gewinnen"; vgl. (Phil 3,8) ein wirklicher Gelehrter ist, wer Gottes Willen tut und auf seinen eigenen Willen verzichtet (I, 3; 6).

„Es würde uns gefallen, wenn die geweihten Seelen sich mehr im Willen stärken würden, in den Prüfungen ehrlicher und treuer wären, sich mehr dem Gebet hingeben würden, ärmer seien und sich selbst abtöten würden" (Die Jungfrau). In wenigen Worten bieten sich einige exzellente Regeln an, die die geweihten Seelen folgen sollen, die in die Praxis umgesetzt, zur Heiligung beitragen würden: Anstrengung im Willen, versuchend ihn zu erziehen um die Tugenden zu erreichen, Treue und Ehrlichkeit zu Gott und zu den erworbenen Verpflichtungen mit der Priesterweihe, religiöse Gelübden etc.

Fast am Schluß, ermahnt die Jungfrau: „Habt keine Angst, meine Kinder, vor nichts. Kämpft weiter. Übt weiterhin das Apostolat aus, meine Kinder; Ich bin sehr zufrieden mit diesem Werk! . . . , es gefällt Mir so sehr! . . . Gebt Beispiel mit euerer Demut, mit euerer Demut und euerer Nächstenliebe". In den Botschaften vom Prado Nuevo erscheinen mehrere Male Nächstenliebe und Demut vereint; so erklärt der heilige Ambrosius diese gesagte Verbindung: „Diese beiden Tugenden, das heißt, die Demut und die Nächstenliebe, sind so unteilbar und so untrennbar, wer sich in einer von ihnen niederläßt, die andere sich zwangsläufig aneignet, weil die Demut ein Teil der Nächstenliebe ist, so ist die Nächstenliebe ein Teil der Demut". (7).

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  1. Ziff. Jes 54, 6-8; 64, 7; Jer: Kap. 3; Ez: Kap. 16, 20, 23.
  2. Homilia in Ezechiel. 6, 6.
  3. Tagebuch, II, 367.
  4. Approches sans entraves (Paris, 1973) S. 497. Ein interessante monographische Arbeit über das Leiden Gottes von dem französischen Theologen Jean Galot in seinem Werk: Dieu souffre-t-il? (Paris, 1976).
  5. Lk 12, 4-5 ; Mt 10, 28.
  6. Ziff 2 Kön 9, 37 ; Ps 83 (82), 11; Ps 113 (112), 7; Jer 8, 2; 16, 4; 25, 33. Andere spanische Botschaften die den selben Vergleich machen sind: 16-10-1981; 16-9-1982; 22-1-1983; 16-10-1983; 24-3-1984; 22-4-1984; 21-6-1984; 7-7-1984.
  7. Epistel von Demetrius, 10.

Übt das Apostolat in allen Teilen der Welt aus, meine Kinder,
verbreitet die Botschaften, meine Kinder.
Wie viele lachen über meine Botschaften!
Bringt sie in alle Winkel der Erde.

(Mutter Gottes, 1.10.1983)

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